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Das System Amazon – Der gnadenlose Kampf im Onlinehandel | SWR Doku

Das System Amazon – Der gnadenlose Kampf im Onlinehandel | SWR Doku


. Ein kleiner Wollhandel in Heilbronn. Das Geschäft hat zu kämpfen,
weil immer weniger Kunden kommen. Wir wissen auch nicht genau,
woran’s liegt. Liegt’s einfach daran, weil wir
schon so lange im Geschäft sind, dass die Leute einfach älter sind. Das heißt, wir müssen
jüngere Kundschaft anwerben. Demnächst soll ihre Wolle
auch online erhältlich sein. Die Zukunft des Handels
liegt im Netz. Gut zwei Drittel aller Deutschen
shoppen online. Ob bequem vom Sofa aus
oder unterwegs per Handy. Auf Platz eins: Amazon. Meistens geh ich schon über Amazon. Das ging immer einfach,
superschnell. Man muss nicht noch irgendwie
sich großartig bewegen, wo hingehen. Anklicken, in den Warenkorb,
akzeptieren, und man bekommt die Mail: Es ist
bestellt worden. Wird zugeschickt. Wie es den vielen kleinen Händlern
hinter Amazon geht, davon ahnen die meisten nichts. Amazon ist sehr kundenorientiert, händlerorientiert
ist es überhaupt nicht. Es ist eine Zeitbombe,
da kann man wirklich sagen: Die Großen werden größer,
die Kleinen werden verschwinden. Das weltgrößte Internetwarenhaus. Wer als Händler hier anbietet,
kann viel gewinnen. Aber auch alles verlieren. Dieser Film blickt hinein
in das System Amazon. Und zeigt,
wie sich Händler bedroht fühlen. Sich aber auch zu wehren beginnen. (Geheimnisvolle Musik) In Stuttgart treffen wir
eine junge Familie. Mutter Antje und
die Kinder Julius und Alma shoppen bevorzugt online. Lieber bequem auf der Couch
statt zu Fuß durch die City? Man muss sich immer ins Auto setzen
und sich an Öffnungszeiten halten. Und wenn man berufstätig ist, hat man eben oft erst
abends um halb zehn Zeit, sich vielleicht mal eine Stunde
um solche Dinge zu kümmern. Und …
dann ist das Internet schon … die Wahl, ne? Die erste Wahl. Julius braucht einen Mikrofonhalter. Antje sucht erst gar nicht
nach einem Musiker-Onlineshop, sondern klickt gleich bei Amazon. Der da ist es.
– Der? Große, bekannte Leute
benutzen den auch, okay. Na ja, preislich bezahlbar. Und ab damit in den Einkaufswagen. “Zur Kasse gehen.” Gut, Julius. Ist bestellt. Unbemerkt hat Mutter Antje
über Amazon letztlich Ware eines Händlers geordert,
der dort anbietet. Vater Rolf vermutet hinter
diesem Prinzip eine klare Absicht. Ich glaube persönlich, dass die meisten nicht sehen,
dass andere Händler dahinterstehen. Sondern dass Amazon
die große Klammer bietet, aber es ist nicht so transparent, und ich glaub,
Amazon macht das absichtlich. Ich denke, da steckt wahrscheinlich
auch das Geschäftsmodell dahinter, dass die gar nicht wollen,
dass man auf die Idee kommt, direkt bei denen zu bestellen,
sondern immer über Amazon geht. Uns interessiert Amazons Sicht. Will Amazon tatsächlich verhindern, dass direkt beim Anbieter
gekauft wird? Wir bitten um einen Interview-Termin. Amazon lehnt es aber
grundsätzlich ab, vor der Kamera über seinen Marktplatz
zu sprechen. Kurz vor Ausstrahlung des Films
äußert sich Amazon schriftlich zu unseren Fragen. Wie kann ein Kunde erkennen, dass er bei einem Händler und
nicht bei Amazon direkt bestellt? Anders als beispielsweise eBay
bietet Amazon nicht nur ein Portal, auf dem ausschließlich
andere verkaufen. Amazon betreibt
den weltgrößten Online-Marktplatz und ist zugleich selbst Händler. Und damit Konkurrent für alle,
die dort Produkte einstellen. Das können Verkäufer tun, indem sie ihre Artikel entweder nur
über den Marketplace anbieten, oder sie sogar in Amazons
riesigen Logistikzentren einlagern. Dieser Service nennt sich FBA. Gegen zusätzliche Gebühren
werden ihre Waren neben Amazons eigenem Sortiment
aufbewahrt, bei Bestellung verpackt
und ausgeliefert. Laut öffentlich zugänglichen Quellen verkaufen allein auf Amazons
deutscher Plattform rund 64.000 Händler. Hierfür kassiert Amazon durch-
schnittlich 15 Prozent Provision. Fast die Hälfte der rund
13 Milliarden Umsatz hierzulande erwirtschaften so
die Marktplatz-Händler. Deren Kaufabwicklung
erfolgt immer über Amazon. Auf diese Weise erhält der Konzern gratis wertvolle Daten
zum Konsumverhalten von etwa 44 Millionen
deutschen Kunden. (Geheimnisvolle Musik) Im bayerischen Günzburg
treffen wir einen Weinhändler. Es ist Feiertag. Robert Hopperdietzel
und sein Sohn arbeiten trotzdem. Der Warenbestand des Ladenlokals
müsse permanent gepflegt werden, erzählt uns der Vater. Sobald neue Sorten einträfen, würden die Online-Angebote
aktualisiert. An Wochenenden verpacken sie eilige
Internetbestellungen, erfahren wir. Der Reiz ist,
dass man genau die Symbiose hat zwischen stationärem Handel
und Onlinehandel. Weil ich könnte hier in Günzburg kein solches Sortiment
auch anbieten, wenn ich keinen Onlinehandel hätte. Hätte ich keinen Onlinehandel,
hätte ich wohl 50, 60 Weine. Und so kann ich meinen Kunden eben
in der Vinothek ungefähr 350 Weine präsentieren. Und kann sagen:
Wenn Sie mehr brauchen, können Sie online bestellen. Der nötige Onlinehandel
verursache zeitraubende Mehrarbeit, verschaffe dafür eine große
Reichweite, erzählt Hopperdietzel. Neben dem eigenen Onlineshop bietet Hopperdietzel
einen Teil seines Sortiments auch auf Amazons Marketplace an. Ein lohnender Aufwand
oder bloß notwendiges Übel? (Reporter:) Welchen Anteil macht
Amazon bei Ihnen im Geschäft? Ungefähr 15 Prozent
des Online-Umsatzes. Was macht mehr Arbeit,
der stationäre Handel und am Marktplatz
oder der virtuelle Marktplatz? Definitiv der Onlinehandel. Der macht den Händlern
wesentlich mehr Arbeit, beginnt beim Einstellen
der Produkte. Sie brauchen saubere Bilder,
saubere Produktbeschreibungen. Bevor Sie eine Flasche verkaufen, müssen Sie ganz viel texten
und schreiben. Wir sind eben hier,
was Sie jetzt sehen, beim Verpacken und Versenden
der Weine. Ist erheblich mehr Aufwand
als im stationären Handel. Weil wenn Sie die Kiste Wein
bei mir kaufen, dann gebe ich Ihnen die Kiste, ich
kassiere das Geld und fertig ist es. Seinen Arbeitsaufwand sieht er
von Amazon nicht wertgeschätzt. Im Gegenteil. Der Weinhändler berichtet von
Stolpersteinen, wie er es nennt. Ich würde mal sagen: Amazon ist
sehr, sehr kundenorientiert. Händlerorientiert
ist Amazon überhaupt nicht. Also, da gab’s schon
etliche Stolpersteine in dem gemeinsamen Weg mit Amazon. Das sieht der Kunde alles nicht. Was Robert Hopperdietzel damit meint,
Amazon sei nicht händlerorientiert, wird er uns später genauer erklären. Es geht nach Coesfeld in Westfalen. Eine Spurensuche. Wir treffen Dietmar Hölscher
vor den Resten seines Unternehmens. Mit seiner MCC-Shop GmbH
habe er übers Internet jahrelang Kochgeschirr und Zutaten für die
sogenannte Molekularküche gehandelt. Sein kleiner Betrieb sei gut gelaufen und auf Amazons Marketplace
stetig gewachsen. Über eine Million
haben wir umgesetzt. Also, es waren schon
ganz gute Zeiten dabei. (Reporter:) Wie lang lief’s denn gut? Also, es lief eigentlich fünf Jahre
richtig gut. Und dann kamen so
die ersten Probleme durch Amazon, und dann ging es
eigentlich steil bergab. Einige Überbleibsel aus der
Konkursmasse hat Hölscher gerettet. Schmerzliche Erinnerungen
an eine für ihn erfolgreiche Zeit. Ja, das sind so die Reste,
die noch … die noch da sind. Wir waren die Ersten,
die außerhalb von Spanien, da kam so dieser Trend her
der Molekularküche, die diese Produkte verkauft haben. Wir haben das auch
eher europaweit verkauft. Deutschland war eigentlich
der kleinere Markt. Viel ging nach Italien, Spanien,
Frankreich, Australien. Und daher war der Internethandel
ideal dafür. 80 Prozent seiner Umsätze
habe Hölscher über den Marktplatz von Amazon
erzielt, erzählt er uns. Doch sein Onlineshop wurde ohne
Vorankündigung über Nacht gesperrt. Irgendwann war morgens
in der Warenwirtschaft kein Auftrag mehr vorhanden. Da ist die Frage: Wieso ist kein Um-
satz passiert? Ist der Shop kaputt? Nach ein paar Minuten
kam die Recherche von einem ersten Mitarbeiter:
“Ihr Amazon-Konto ist gesperrt.” Dann war die große Frage:
Wie, Amazon-Konto gesperrt? Hölscher erzählt uns, Amazon hätte
damals eine Überprüfung gestartet, um rauszufinden,
ob er rechtmäßig verkaufe. Ohne Begründung seien seine Gewinne
eingefroren worden und sein Shop stillgelegt. Trotz Erbringen verlangter Nachweise.
Inklusive Lieferantenrechnungen. Wir waren der Meinung, dass
eine eidesstattliche Versicherung unseres Lieferanten ausreicht. Amazon forderte dann noch mal
die Rechnungskopien an. Hölscher erhebt
einen schwerwiegenden Vorwurf. Die wollten
unsere Einkaufskonditionen sehen, das ist das,
was man niemals preisgeben würde. Was machst du dann?
Du bist machtlos. Hölscher berichtet uns,
sein Onlineshop sei durch die Sperrung für Amazon-
Kunden quasi unsichtbar geworden. Der Umsatz sei eingebrochen. Von der Abwärtsspirale erzählte er
auf seinem Online-Blog, nennt Amazons Verhalten skrupellos. Für ihn ist es unternehmerisch
eine “e-Commerce Katastrophe”. Der Händler ist eigentlich
ein Köder auf der einen Seite, also mit seinem Sortiment, was
Amazon noch nicht im Standard hat, bringt er die Leute
auf die Plattform. Und andererseits macht er kostenlose
Marktforschung für Amazon. Amazon sieht ja, was verkauft wird,
und das ganz genau. Und wenn ich Produkte habe,
die hochattraktiv sind, versucht Amazon,
die Produkte selber zu verkaufen. Hölschers Verkäuferkonto
wurde später wieder freigeschaltet, doch für ihn kam das zu spät.
Er ging in die geordnete Insolvenz. Wir möchten Amazon mit Dietmar
Hölschers Vorwürfen konfrontieren, wollen wissen, ob Händler zur
Preisgabe von Lieferantenrechnungen aufgefordert werden. Eine Interview-Anfrage
wird erneut abgelehnt. Schriftlich erklärt Amazon: Sind zum Nachweis der Produktherkunft sensible Daten wie Lieferanten-
rechnungen tatsächlich erforderlich? Wir recherchieren weiter. Auf einem bedeutenden E-Commerce-Blog
ist von Hunderten Fällen zu lesen, in denen Händler
gesperrt worden sein sollen. Manche suchen auf Facebook nach
Verkäufern, denen es gleich erging, tauschen sich aus.
Wir nehmen Kontakt auf. Viele schildern uns ihre Nöte,
haben aber größtenteils Angst, ihre Namen zu nennen. Wer offen rede,
könne von Amazon gekündigt werden. Jederzeit,
ohne Nennung von Gründen. Stimmt das? In Amazons
Teilnahmebedingungen steht, dass die Mitgliedschaft
eines Verkäufers ohne Angabe von Gründen jederzeit
beendet werden kann. Einige antworten trotzdem und
berichten stellenweise Tragisches. Ein Händler spielt uns seine
E-Mail-Korrespondenz mit Amazon zu. Der Händler habe versucht, auf Amazon
ein Verkäuferkonto zu eröffnen. Er sei aufgefordert worden, binnen
48 Stunden Lieferantenrechnungen zu übermitteln. Er weigerte sich, seine
Einkaufskonditionen offenzulegen. Er wurde abgewiesen. Viele Händler,
mit denen wir gesprochen haben, fühlen sich von Amazon ausgeforscht.
Sie wehren sich dagegen und stellen sich die Frage:
Was hat Amazon davon? Robert Hopperdietzel hat eine Reihe
weiterer Vermutungen. Der Händler ist
eher Mittel zum Zweck. Das heißt, der Händler ist dafür da, dass Amazon gut Provisionen
kassieren kann, dass Artikel eingestellt werden. Aber Amazon schaut ganz genau,
welche Märkte funktionieren gut, und welche nicht. Gut funktionierende Märkte
übernimmt Amazon selbst. Welche Belege hat
Hopperdietzel für diese Vermutung? Er verweist auf Gespräche
mit befreundeten Herstellern. Ich weiß auch: Die gehen dann ganz
massiv Hersteller an und sagen: “Wir wollen direkt
verkaufen, wir wissen, wir haben so viel
Verkaufsvolumen pro Jahr, den Artikel kaufen wir
bei dir direkt ein, und den Händler schalten wir aus.”
Das sagen die natürlich nicht so. Schaltet Amazon tatsächlich Händler
aus, um selbst Geschäfte zu machen? In Köln treffen wir Adrian Hotz. Der Strategieberater
kennt das System Amazon ganz genau, beobachtet den Konzern seit Langem. (Rhythmische Musik) Wenn man sich das so vorstellt,
ist Amazon ja jemand, der auf eigene Rechnung
bei einem Hersteller einkauft und diese Ware verkauft. Der aber auch vielen Händlern
draußen ermöglicht, dieselben Produkte
über die Plattform zu verkaufen. Das führt dazu, dass es tatsächlich
auch eine Konkurrenz gibt auf der Plattform,
die dazu führt, dass sich der Händler über den Preis
positionieren kann. Das ist meistens
nicht Amazon selber, die das zum günstigen Preis
anbieten, sondern meistens ein Händler. Adrian Hotz’ persönliche
Einschätzung geht noch weiter. Und dieser Händler ist natürlich
mittelfristig auf der Plattform vor allem bei Markenprodukten
komplett überflüssig. Adrian Hotz hat über
die Geschäftspraktiken von Amazon ein Buch geschrieben, spricht darin
von einer Erfolgsformel, die zur Bedrohung werden könnte. Seine Kernthese: So gesehen, funktioniert
das Ökosystem Amazon immer gleich: Wir beschaffen Informationen,
und dann exekutieren wir selber. Amazon, ein Ökosystem
zur Informationsbeschaffung? Fragt sich: Ist in diesem Biotop
noch Platz für andere? In Heilbronn will man den Anschluss
an die Netzwelt nicht verlieren. Die beschauliche Stadt am Neckar
will ins Online-Geschäft. Ganz ohne Amazon. Es muss etwas passieren,
das wissen die Händler. Die Konkurrenz im Web
schnappt die Kunden weg. Warum meiden die Käufer den Weg in
die Geschäfte, fragt man sich hier. Wir wissen auch nicht genau,
an was es liegt. Liegt’s einfach daran, weil wir ja
schon so lange im Geschäft sind, dass die Leute älter geworden sind? D. h., wir müssen unterwegs sein,
um jüngere Kundschaft ranzubringen. Den Verkauf neu beleben durch ein virtuelles Wollgeschäft
im World Wide Web? Roman Heimbold will die Heilbronner
Händler fit für das Internet machen. Wir setzen drauf, dass die Händler
eine eigene Motivation haben. Und die Zeichen der Zeit
erkannt haben. Wir knallen nicht irgendwelche
Mega-Charts an die Wand, damit die Händler Angst bekommen. Uns ist wirklich wichtig,
dass die mit uns arbeiten wollen. Weil unserem Konzept
nützt es nichts, wenn wir schnell
Händler dabeihaben, die dann aber nicht mit Engagement
bei der Sache sind. Deswegen ist uns sehr wichtig,
dass wir informieren und rausfinden, ob die Händler überhaupt
mitmachen wollen. Die Damen vom Wollgeschäft
möchten dabei sein. Roman Heimbold interessiert, ob vor Ort auch die technischen
Voraussetzungen stimmen. Haben Sie einen guten
Internetanschluss hier? – Ja. Weil wir bereiten ja gerade
Google-Spreadsheet vor. Heimbolds Konzept ist simpel:
Über die Artikelsuche im Netz will er Kunden und Händler
im Geschäft wieder zusammenführen. Viele Leute treffen heute kaum
noch eine Kaufentscheidung, ohne sich vorher
im Internet zu informieren. Und das Hauptproblem
der Händler ist, dass die Leute sich zwar
informieren: Was brauche ich? Aber dann nicht finden:
Wo bekomme ich das in der Stadt? Diese Lücke schließt Atalanda
gemeinsam mit den Händlern vor Ort. In der Praxis bedeutet das
radikales Umdenken. Die Damen nehmen es mit Sportsgeist. Uns ist klar, dass es bestimmt
ein Riesenaufwand wird. Auch das Warenwirtschaftssystem minutengenau,
stundengenau zu führen. Jetzt probieren wir es einfach mal,
wir werden sehen. Wir hoffen natürlich, dass das angenommen wird
und auch anspricht. Wieder mehr und neue Kundschaft
durch den Auftritt im Netz – das wünscht sich auch Eva Schnepf. Sie beklagt, wie viele Händler, den Kundenrückgang
in Heilbronns Innenstadt. Also auch einfarbig?
– Ja. Nee, gerader Rücken.
– Gerader Rücken? So schmal.
– Ja. Ja, das gibt’s aber. Einmal gibt’s das immer auch
in allen Farben. Jetzt bin ich bloß
da nicht ganz sicher, ob’s die mit vier Ringen gibt. Besten Dank. Wiedersehen.
– Tschüss. Leider können wir auch meistens
die Azubis nicht übernehmen. Wir hatten hier mal mindestens
doppelt so viel Personal. Frau Schnepf investiert seit jeher
in die Zukunft. Im Netz ist sie
schon länger präsent, doch sie weiß: Das allein reicht noch nicht. Gut, eine Homepage
hat wahrscheinlich heute jeder. Das steht ja schon zu lesen: Wen’s im Internet nicht gibt,
den gibt’s gar nicht mehr. Und eine eigene Homepage haben wir.
Auch eine gepflegte. Auch da wollen wir den Kunden
Lust aufs Ladengeschäft machen. Aber wenn der Kunde
jetzt wissen will, was es konkret
in diesem Geschäft gibt, dann kann er das einfach im Moment
im Internet nicht tun. Die Idee? Eigentlich ganz einfach: Ein eigener Online-Marktplatz
für Heilbronn. Von Heilbronner Kaufleuten
für Kunden der Region. 25 Händler interessieren sich dafür, lassen sich fit machen
für den Schritt ins Netz. Entweder man hat
ein Warenwirtschaftssystem, man gibt Produkte manuell ein. Es wird eine Zwischenlösung sein.
Aber das werde ich Ihnen beides … Schulbank-Drücken nach Ladenschluss. Welcher Aufwand nötig ist,
um online zu verkaufen, wird vielen Teilnehmer
an diesem Abend klar: Artikel fotografieren,
Bilder hochladen, Beschreibungen verfassen … Das ist der alte Ausspruch: “Handel
ist Wandel.” Genau das ist es. Ich finde es sehr spannend,
das zu machen. Ich muss den
kompletten Betrieb umorganisieren. Kommt man gar nicht drum herum. Aber das ist
eine spannende Angelegenheit. Ich habe mir erst vor Kurzem
so ein Teil hier zugelegt. Dann werden wir das auch schaffen.
(Alle lachen.) Wir machen das schon eine Weile,
wir haben ein größeres Programm, wir haben ein Fahrradgeschäft. Und da ist die Nachfrage
nach solchen Medien, nach solchen Informationen
schon ganz wichtig. An Zuversicht mangelt es nicht. Aber glückt
der gemeinsame Internetauftritt gegen Giganten wie Amazon und Co.? 350 Kilometer nördlich,
im westfälischen Schöppingen. Um mit den Ansprüchen modernen
Kaufverhaltens schrittzuhalten, muss sich diese Kornbrennerei
neuen Vertriebswegen öffnen. Seit 300 Jahren
wird hier gebrannt. Die Traditionsdestille von
Rüdiger Sasse und seinem Vater Ernst gehört zu den letzten zehn aktiven von ehemals über 1.000 Brennereien
im Westfälischen. Sie müssen online neue Kunden
gewinnen, um zu überleben. Amazon kommt für sie nicht infrage. Was für uns ein Problem
ist bei Amazon, ist eben, dass Sie innerhalb von zwei Tagen
reagieren müssen. Wenn Freitag der Kunde bestellt, dann müssen Sie Sonntag
verschicken. Das ist, also … Das geht aus
arbeitsschutzrechtlichen Gründen meiner Meinung nach nicht. Und das kann man einem Mittel-
ständler so auch nicht zumuten. Rüdiger Sasse hat sich Hilfe geholt. Zwei Schulfreunde aus dem Dorf sollen ihm beim Eintritt
in die Online-Welt behilflich sein. Sebastian und Stefan Hamann. Ihre Idee war es,
Software zu entwickeln, mit der jeder seinen eigenen
Onlineshop programmieren kann. Heute sind sie Marktführer. 60.000 Shopbetreiber
nutzen ihr System. Sie schulen Rüdiger Sasse und vermitteln
grundlegende PC-Kenntnisse. Das kannst Du sehr einfach
per Drag-and-drop selber zusammenstellen
und variieren, ja? Drag-and-drop heißt noch mal? Einfach klicken und ziehen.
– Okay. Und das wirklich auf eine ganz
emotionale Art und Weise. Du kannst Produkte entdecken …
Es ist ganz besonders wichtig, dass die Marke Sasse
nach vorne gestellt wird. Was man nicht vergessen darf: In dem Moment, wo ich als Händler
bei Amazon mitmache, wird der Einkauf,
den der Verbraucher tätigt, mit der Marke von Amazon verbunden.
Amazon wird immer stärker. Der Händler steht erst in zweiter
oder dritter Reihe dahinter. Er schuftet sich ab,
am Wochenende womöglich, damit er die Ware
schnell rausschicken kann und eine gute Bewertung kriegt. Aber er kommt nicht
an die Kundendaten, er kann keine
Stammkundschaft aufbauen. Das habe ich, wenn ich
einen eigenen Onlineshop aufbaue. Das ist ein Riesenproblem.
Das vergessen viele Händler. Sebastian Hamann wiederholt
den oft gehörten Vorwurf: Und dann sind die
von Amazon abhängig. Und das wird der Konsument am Ende
des Tages auch zu spüren bekommen. Da werden dann Preise steigen, oder Produkte werden
von der Plattform verschwinden, weil Amazon die
nicht mehr gelistet sehen will. Weil vielleicht eigene Produkte
diese Nische besetzen sollen usw. Also, das ist definitiv
eine total gefährliche Entwicklung, die wir gerade durchmachen. Viele Händler werden daran zugrunde
gehen, wenn das so weiterläuft. Die Gebrüder Hamann
haben eine neue Idee entwickelt. Diese Möbelpacker sind eigentlich
ihre Software-Spezialisten. Werktags tüfteln sie an einer Lösung, um Händlern eine Alternative
zu Amazon anbieten zu können. Das Unternehmen expandiert
und muss sich vergrößern. 130 Mitarbeiter
beschäftigt die Firma von Sebastian und Stefan Hamann. Ihrem ländlichen Standort
bleiben die Firmengründer treu. Ja, wir platzen hier aus
allen Nähten an diesem Standort. Mitarbeiterzahl mehr als verdoppelt
in den letzten zwei Jahren. Wir ziehen jetzt ein paar Meter
weiter in ein neues Firmengebäude. Viel Raum für Kreativität. Shopware ist seit Jahren am Markt, entwickelt Software-Lösungen
für größere Unternehmen. Aber auch kleineren Händlern bieten
sie den Einstieg in die Netzwelt mit einer Software.
Und das sogar gratis. Es gibt noch
irrsinnig viele Unternehmen, die noch gar nicht
im Internet aktiv sind. Man muss sich nur mal vorstellen, die Generation,
die gerade heranwächst, ist quasi schon
mit dem Internet groß geworden. Die wird jetzt quasi
die neue Kaufkraft bilden. Auch in Zukunft immer mehr. Und viele haben
den Anschluss verpasst. Und da ist es nun mal so,
dass ich überall präsent sein muss. Diese Generation
kauft mit Smartphones ein. Es ist enorm wichtig,
wenn ich als Händler noch nicht im Internet
vertreten bin, dass ich diesen Schritt
jetzt auch angehe. Um eben auch nicht
den Zug zu verpassen. Bei unserer Familie in Stuttgart
bringt heute ausnahmsweise Tochter Alma
die Pakete. Was hast du denn alles dabei?
– Das war im Briefkasten. Und das hat mir
unsere Nachbarin gegeben. Okay, alles klar. Versteh ich nicht,
ich war doch zu Hause. Beim Nachbarn abgegeben –
wer kennt das nicht? In der Küche gibt’s dann
so etwas wie eine Bescherung. Auspacken dürfen die Kinder
nur im Beisein der Mutter. Für Alma gibt’s
zum Halbjahreszeugnis eine DVD. Julius bekommt endlich
seinen Mikrofonhalter. Und das ist jetzt das gute Stück,
das du dir so gewünscht hast? Sieht für mich aus
wie eine Schreibtischlampe. Sieht so
die Zukunft des Handels aus? Ich denke schon, dass sich die
Marktmacht noch verstärken wird. Weil das ist natürlich das Ziel
von Amazon. Ich glaube schon, dass der
Einzelhandel eine Antwort sucht und auch finden wird, auf Amazon. Da glaube ich einfach fest
an den Markt und daran,
dass sich die Dinge regeln. Die Selbstregulierung des Markts.
Wie kann sie funktionieren, wenn Amazon die Regeln auf
seinem Marketplace selbst bestimmt? Wir sind zurück in der Vinothek
von Robert Hopperdietzel. Er hat selbst erlebt, was eine kleine Zusatzinformation
von Amazon bewirken kann. Das war der Freitag vor Weihnachten. Da waren noch fünf Werktage hin
bis Weihnachten, da ruft uns ein Kunde an und sagt:
Ihr könnt nicht mehr liefern? Wir schauen auf
unsere Artikeldaten bei Amazon. Und da war da plötzlich
ein Zusatz drin, dass der Artikel
womöglich vor Weihnachten nicht mehr geliefert werden kann.
Das ist mein Artikel. Sie haben den Screenshot
aufgenommen am Samstag, 19.12. Da heißt es:
“Lieferung evtl. nach Weihnachten”. Obwohl wir hinterlegt haben, dass wir innerhalb von ein
bis zwei Tagen liefern können. Plötzlich sind die Umsätze
komplett eingebrochen. Hopperdietzel ruft
Amazons Händlerservice an und zeichnet das Gespräch mit
Einverständnis des Mitarbeiters auf. “Wie kommen sie dazu,
diesen Zusatz reinzubringen?” “Das ist eine Wettbewerbsverzerrung
von Amazon, das ist unglaublich.” “Das ist Wettbewerbsbehinderung.” (Mitarbeiter:) “Ich kann
das nachvollziehen.” “Ich hatte deshalb
schon ein paar Anrufe.” Das ist wirklich ein Gespräch
zwischen Ihnen und einem Amazon-Mitarbeiter? Selbstverständlich, das kann ich
schriftlich bestätigen. Das war ein Gespräch
mit einem Amazon-Mitarbeiter. Ja.
Kann ich an Eides statt versichern. (Mitarbeiter:)
“Ich vermute genau wie Sie, dass sich Amazon dadurch einfach
mehr Umsatz in die Tasche steckt.” Was sagt Amazon zu diesem Vorwurf?
Schriftlich wird uns mitgeteilt: Robert Hopperdietzel beschwert sich
beim Bundeskartellamt. Sein Vorwurf: Amazon habe
seine Marktmacht ausgenutzt, um ihn gezielt zu benachteiligen. Was wurde aus seiner Anzeige? Wir fragen nach
beim Bundeskartellamt. Vor wenigen Jahren wurde man hier
erfolgreich gegen Amazon aktiv, als es um Vorgaben
bei der Preisgestaltung ging. Wie bewertet das Amt
den Vorwurf betroffener Händler, von Amazon ausgenutzt zu werden? Amazon
hat sicherlich eine starke Position, und es ist auch in
einer etwas ungewöhnlichen Rolle, weil es nicht nur
die Plattform anbietet, sondern als Verkäufer selber
in unmittelbarem Wettbewerb zu denen tritt,
die über den Marketplace handeln. Sofern Amazon
marktbeherrschend ist, unterliegt es bestimmten Regeln
und der Missbrauchsaufsicht. Das heißt, in Einzelfällen, wenn wir Missbrauch feststellen
würden, könnten wir eingreifen. Und wie sieht es im Fall Amazon aus? Wir hatten in der Vergangenheit immer mal auch Beschwerden
in diesem Bereich auch von Händlern, sind denen vereinzelt
auch nachgegangen. Haben dann allerdings
vielfach auch festgestellt, dass es möglicherweise auch
objektive Gründe gab. Also, das Bild ist da
wahrscheinlich bunt. Im Übrigen haben die Händler
natürlich auch die Möglichkeit, zivilrechtlich zu versuchen,
ihre Ansprüche durchzusetzen. Ist Ihnen lieber, wenn ein zivilrechtliches Gericht
ein Urteil fällt, auf das Sie dann Ihre
Begründung stützen können? Weder das eine doch das andere.
Ich sage nur: Kartellrecht wird in Deutschland
auf zwei Wegen durchgesetzt. Entweder zivilrechtlich
oder behördlich. Ein kleiner Marktplatzhändler soll im
Alleingang den US-Giganten verklagen? Viele scheuen sich davor,
denn es steht viel auf dem Spiel. Wie bei diesem Händler,
der unerkannt bleiben will. Es geht um 30 Mitarbeiter und rund
8,5 Millionen Euro Jahresumsatz. Er verkauft viel
im europäischen Ausland. Amazon habe ihm
eines seiner Konten gesperrt. Zudem habe ihn Amazon aufgefordert, seine Waren in einem ihrer Lager
zu deponieren. Das habe er abgelehnt
und seit der Sperrung zahllose Mails geschrieben,
wie er sagt. Die Sache ist derart eskaliert und relativ schnell in meinen Augen
ist man zur Entscheidung gelangt, dass weitere E-Mails und Reaktionen
meinerseits nicht erwünscht sind. Man hat mir ganz klar gesagt, dass weitere E-Mails
nicht mehr bearbeitet werden. Wörtlich: Ich könnte
so viel schreiben wie ich will, man wird auf diese E-Mails
nicht mehr reagieren. Und da ist man machtlos.
Man kann ja nichts machen. Und mit einem Anwalt dagegen
vorzugehen oder auf anderem Wege, dafür bin ich viel zu klein, und
die Folgen sind nicht kalkulierbar. Mit Beginn der Sperrung
habe Amazon seine Auslandserlöse von rund 20.000 Euro
für drei Monate einbehalten. Was den Unternehmer aber
weit mehr frustriere als die finanzielle Situation, sei seine psychische Verfassung,
erzählt er uns. Es ist tatsächlich traurig,
dass wir so weit kommen müssen, dass ich versteckt über
meine Situation sprechen muss. Diese Angst, die eigentlich
keine Angst sein darf. Man müsste ja eigentlich
offen darüber reden können. Aber die Folgen sind einem
einfach nicht greifbar. Man weiß eben nicht,
wie Amazon manchmal tickt. Man weiß nicht, wie die reagieren,
wie schnell die reagieren. Und wenn man eben sehr viel
bei Amazon umsetzen will oder umsetzen muss –
besser gesagt -, lebt man regelrecht
in einer Angstsituation. Weil es ist klar,
dass Amazon immer größer wird, und Amazon ist
auch beliebt bei den Kunden. Und von heute auf morgen
auf Amazon verzichten zu müssen, das wäre fatal,
das hätte tatsächlich fatale Folgen. Kann das sein? Wir fragen Amazon,
ob Händler gesperrt werden, wenn sie sich weigern, ihre Ware in
Amazon-eigenen Lagern zu deponieren. Dazu teilt uns Amazon
schriftlich mit: Der Unternehmer sagt,
er habe nachgegeben. Seine Produkte lagere er jetzt
gegen Zusatzgebühren bei Amazon. Amazon hat scheinbar gewonnen, und wir hoffen, dass wir
da jetzt endlich Ruhe bekommen. Da kann ich mich nur bedanken,
dass Sie heute gekommen sind. Vielen Dank. Berlin. Wir sind beim größten
deutschen Branchenvertreter für Online-Händler. Auch hier kennt man die Sorgen
vieler Verkäufer, sammelt sie in einem
eigens dafür eingerichteten Portal, dem Amazon-Watchblog. Die Händler klagen:
Gegen Amazons Teilnahmebedingungen könne man schwerlich
deutsches Recht durchsetzen. Da nutzt natürlich Amazon
die Möglichkeiten als Global Player, die es hat, dass Amazon seinen Sitz
eben nicht in Deutschland hat. Deswegen haben wir auch wirklich
keine nennenswerte Rechtsprechung, auch nicht oder überhaupt keine –
mir ist gar keine bekannt. Auch zu anderen Themen, wo Händler
sich beeinträchtigt fühlten, gesagt haben:
“Unsere Rechte werden verletzt.” Es ist schwierig,
rechtlich dagegen vorzugehen. Bei unserer Recherche wird die Angst
unter den Händlern deutlich spürbar. Es ist die Rede
von einem existenzbedrohenden Risiko. Einige berichten,
sie seien ruiniert worden. Mit aufmüpfigen Händlern werde
kurzer Prozess gemacht, heißt es. Wir erhalten reihenweise Absagen. Selbst anonym wollen
die meisten nicht vor die Kamera. (Ernste Musik) Er hat keine Angst,
mit uns zu sprechen: David Becker. Einst ein
sehr erfolgreicher Amazon-Händler. Noch vor dem Abitur habe er mit dem Verkauf von Rasierklingen
über den Marketplace begonnen und damit Umsätze
von gut 700.000 Euro erzielt. Dann aber
habe sich das Blatt gewendet. Ja, hier steht’s.
17. Januar, da hat’s angefangen. Dann waren die Vorwürfe,
ich würde Plagiate verkaufen. Einfach aus der Luft
herausgegriffen. Das kam mir im ersten
Moment auch sehr spanisch vor. Als dann die ersten E-Mails kamen
von wegen, ich würde Plagiate verkaufen, hat sich ein Einkäufer aus München
gemeldet, … direkt von Amazon. Er war interessiert
an diversen Produkten, die ich auf der Plattform vertreibe. Erst kriegt man vorgeworfen,
die Produkte, die man verkauft, sind scheinbar Plagiate. Und im gleichen Moment möchte
Amazon die selber verkaufen, bzw. selber von einem einkaufen,
und das ist schon sehr merkwürdig. David Becker lehnte ab. Amazons Preisvorstellungen
seien unattraktiv gewesen. Trotzdem habe er nachgeben müssen,
um wieder verkaufen zu dürfen. Man ist dann gebunden, man muss
mit Amazon zusammenarbeiten, einen sogenannten Maßnahmenplan
erstellen, warum man sich
angeblich rechtswidrig, bzw. Amazon-richtlinienwidrig
verhalten hat. Sprich, man schreibt: Okay,
man macht das und das nicht wieder. Obwohl man das
gar nicht gemacht hat. Die verlangen ein Geständnis,
einen Besserungsvorschlag? Ja, genau. Die verlangen konkret
einen Verbesserungsvorschlag, wie man Fehlverhalten in Zukunft
irgendwie aussetzen kann, dass es sich
eben nicht mehr wiederholt. Auch wenn an dem Vorwurf
gar nichts dran ist. Aber man muss da einfach,
wie soll ich sagen … Man muss mit denen zusammenarbeiten,
sonst kommt man nicht weit. Wenig später stieg Becker aus. Der Frust mit Amazon habe überwogen. Restposten verkauft er nun über eBay. Im Netz findet sich ein Link
zum erwähnten Maßnahmenplan. Uns interessiert: Was muss ein Händler tun,
um wieder verkaufen zu dürfen? Wir starten einen letzten Versuch, bitten Amazon ein drittes Mal
um ein Fernsehinterview. Telefonisch erklärt man uns,
alle unsere Fragen seien negativ und böten keine Grundlage
für ein Gespräch. Schriftlich teilt man uns mit: Traurige Berühmtheit
im Verhältnis zu Amazon hat der Fall
von Christian Romanowski erlangt, über den in der Vergangenheit
schon viel berichtet wurde. Wir treffen ihn
auf der Ambiente-Messe in Frankfurt. Immer noch erzählt er gern
die Geschichte, wie sie sich 2014
aus seiner Sicht zugetragen hat. Damals hat er
exklusive Messer importiert und ausschließlich
an Händler weiterverkauft. Doch plötzlich seien die auch
bei Amazon direkt aufgetaucht. Wie konnte das sein? Wir haben einen handelsüblichen
UV-Stift für 1,50 gekauft, bei Amazon gibt’s den übrigens auch,
und haben jedes Messer, das rausgeht,
gekennzeichnet auf der Verpackung. Also Kundennummer … In diesem Fall sage ich mal eins,
zwei, drei, vier, fünf, dann … Ich gehe mal in die Ecke, damit wir das sehen können
mit dieser UV-Lampe. Damit kann man das wunderbar sehen. Hier ist es zu hell?
– Ja. Wenn man im Dunklen ist,
dann sieht man das so halbwegs. So haben
wir halt jedes Ding gekennzeichnet, dass wir identifizieren konnten,
welche Wege es gegangen ist. Für ihn stand fest: Es waren
tatsächlich Messer seiner Händler, die diese in ein Lager von Amazon
gegeben hatten. Waren sie von dort verschwunden? Romanowski ging mit Amazon
vor Gericht. Seine Erlebnisse
in diesem Verfahren bringen ihn auch heute noch
zu einer drastischen Meinung. Amazon möchte alles. Die sehen sich als Staat im Staat. Auch wenn du mit denen verhandelst,
die denken gar nicht dran, deutsches Recht
oder so was als Grundlage zu nehmen. Die sagen: Das ist Amazon,
wir müssen das so und so machen. Und du sagst:
Nee, das müssen wir nicht. Wir sind hier in Deutschland,
hier gilt deutsches Recht. Romanowski erzielte einen Vergleich. Wer seine Messer verkaufen darf,
bestimmt fortan nur er allein. Bezogen auf diesen Vergleich
schreibt Amazon: Der Status quo wird sich
nicht mehr ändern. Aber wir können aufpassen,
dass die nicht alles übernehmen. Ein gutes Jahr ist vergangen seit
unserem letzten Besuch in Heilbronn. Zwischenzeitlich hat die Stadt
ihren Internetauftritt gestartet. Das Portal “mein-heilbronn.de”
ist online und wir zurück
bei den Damen von Wolle Wollke. Es ist ein verlängerter Ladentisch
von unserem Laden. Ich find’s ansprechend,
ich denk, es ist auch wichtig. Und über die Anzahl der Klicks
bin ich doch erstaunt, wie viele Leute sich das angucken. Doch bis ein Artikel
im Netz erscheint, ist einiges an Mühe nötig. Dann hole ich mir das Foto
aus der Dropbox, vergebe eine interne Artikelnummer, versuche noch, eine
Artikelbeschreibung zu machen, also die Größe, die Farbe,
das Besondere an dem. Dann kommt das Foto. Einfügen. Also, ich weiß jetzt auch nicht …
Mensch! Datenbankpflege:
Nicht jedermanns Sache? Sie hat Gott sei Dank den Ehrgeiz,
sich dahinterzuklemmen. Ich hätte es schon längst
an die Wand gepfeffert! Zwischendurch habe ich
manchmal schon gedacht: Lohnt sich der ganze Aufwand? Aber wenn ich dann
die Statistik wieder sehe, wie viele Klicks wir von unserer
Seite und auf dem Shop haben, dann bin ich doch wieder motiviert,
was zu tun. Allein
der kuriosen Begegnungen wegen. Es ist bei uns relativ selten,
dass hier Männer reinkommen. Und der kam gleich
auf unsere Knöpfe zu sprechen. Der hat hier vor Ort nach “Knopf”
gesucht – mit dem Handy. Und hat dann, unter Knopf, ist er
dann auf unserer Seite gelandet. Der hat nur “Knopf Heilbronn” … Er hat uns gefunden, und wir haben
auch superschöne Knöpfe gefunden. Ich packe das dann so ein, und
dann steht er schon an der Tür. Dann sagt er: “Jetzt muss ich nur noch jemanden
finden, der das annäht.” Dann sag ich: “Ich mach das.
Kommen Sie in zwei Stunden wieder.” Der war natürlich völlig im Glück
mit seinem schönen Jackett. Das Persönliche ist es, was Menschen
im echten Leben verbindet. Im Lager von Schreibwaren Seel dreht
sich alles ums Online-Sortiment. Statt Katalogfotos
selbstgemachte Bilder der Neuheiten, die im Laden auf Kunden warten. Und dass es
ein bisschen geschnitten ist, ne? Wie lange brauchen Sie für
einen Artikel, bis er im Netz ist? Doch so zehn Minuten,
eine Viertelstunde, je nachdem. Wahrscheinlich geht’s
auch einfacher, ich hab das schon
von Kollegen mitbekommen. Damit muss ich mich noch befassen,
dass ich das auch hinkriege. Ein Blick ins Geschäft lässt erahnen, wie viele Stunden zusammenkommen
bei dieser Artikelmenge. Das Ergebnis überzeugt
Mutter und Tochter. Der Aufwand hat sich
ihrer Meinung nach gelohnt. Auch das persönliche Erscheinungsbild
ihrer Präsenz auf “mein-heilbronn.de” empfinden sie als gelungen. So, jetzt sind wir hier. Von Anfang an stand ja auch
die Persönlichkeit im Fokus. Sprich, auch mit Foto,
dass man einfach sich von den klassischen Onlineshops
abhebt. Dass die … Es ist ja ein regionales Portal,
und die Leute kennen uns. Ich denke jetzt mal,
wenn da einer den Seel eingibt, dann weiß der: Da ist
die Frau Schnepf mit ihrer Tochter. Der Wiedererkennungswert ist sicher. Doch wie steht es
mit dem Zugewinn an Käufern? Kommt wieder mehr Kundschaft, bestellen die Heilbronner
jetzt vermehrt online? Wir haben mehr Kunden im Laden. Wir haben mehr Kunden im Laden, wir haben relativ wenig Aufträge
über das System, das muss man sagen. Es wird schon etwas bestellt, und die meisten Leute holen es
auch gern im Laden ab. Ausgeliefert weiß ich gar nicht, ob
wir überhaupt schon mal was haben. Aber eigentlich
ist es uns sehr recht so. Doch, eine Bestellung.
– Haben wir ausgeliefert? Ach ja, stimmt. Letzte Woche. Letzte Woche hatten wir unsere
erste Auslieferung nach Leingarten. Meine Intention war von Anfang an: kein Internetshop,
sondern mehr Kunden im Laden. Und diese Erwartung hat sich
bei uns eigentlich voll erfüllt. Im westfälischen Schöppingen geschieht auf andere Weise
eine Erfolgsgeschichte. Damit ihre Idee einer großen
Händlergemeinschaft gelingen kann, schult Shopware seine Mitarbeiter. Nach wenigen Wochen haben bereits über 3.000 Shops
ihre Sortimente verknüpft. Über eine Million Produkte
werden jetzt nicht nur vom Hersteller oder Händler
selbst angeboten, sondern auch über
befreundete Shopbetreiber. Das Ganze ist aufgebaut,
ähnlich wie Facebook und Co., also wie ein soziales Netzwerk. Ich habe die Möglichkeit,
als Betreiber ein Profil anzulegen. Dann kann ich auf die Suche gehen
nach weiteren Handelskontakten und so auch Handelsfreundschaften
schließen. So wie ich es auch
im sozialen Umfeld mache. Wer will, verknüpft so
sein Sortiment mit anderen Shops und bietet deren Artikel selbst an. Ich möchte mit meinen Freunden
einen coolen Grillabend starten. Wenn ich den Grill einweihen will,
möchte ich auch Fleisch bestellen. Das ist ja klasse, dass ich hier
direkt Fleisch bestellen kann. Der Clou ist einfach,
dass diese Produkte von einem anderen Anbieter,
einem anderen Shop kommen, aber direkt hier
in diesem Shop integriert sind. Und anders als bei Amazon oder eBay entfallen hierfür
keine Gebühren oder Provisionen. Das Verkaufen für andere
geschieht solidarisch. Die einzige Chance,
die wirklich da ist, einen erfolgreichen Gegenpol
zu schaffen zu den großen
E-Commerce-Monopolisten, ist, eine große Gemeinschaft
zu bilden. Ich als Einzelkämpfer,
alleine da draußen auf dem Feld, hab eine große Schwierigkeit,
gegen Amazon zu bestehen. Wenn wir uns aber zusammenschließen
und eine große Gemeinschaft bilden, sind wir stark und können den
Monopolisten etwas entgegensetzen. Es liegt an uns allen,
mal den unbequemeren Weg zu gehen. Du kannst ja alle Sachen
woanders auch online kaufen. Es ist halt nur so viel bequemer,
alles aus einer Hand zu kriegen. Oder auch mal wieder
in die Innenstadt zu gehen, die Sachen halt dort kaufen in
einem kleinen Laden beim Fachhandel. Werden wir eines Tages
alles bei Amazon kaufen? Vielmehr kaufen müssen, weil
der übrige Handel verschwunden ist? Wollen wir uns die Vielfalt bewahren,
den kleinen Händler vor Ort behalten, echten Menschen
beim Einkauf begegnen? Oder zählen lediglich Bequemlichkeit,
Niedrigpreise und kostenlose Lieferung? Letztlich bestimmt unser Kauf-
verhalten die Zukunft des Handels. SWR 2018

100 comments

Die "Chefin" des Schreibwaren Ladens kennt nichtmal ihr Sortiment geschweige ob sie was verkauft hat im Shop.. bei solchen Gedächtnislücken ohje..

Beim Online-Giganten zu bestellen, ist wie Fast-Food essen und den Müll auf die Straße schmeißen. Man weiß, dass es irgendwie schlecht und schädlich ist, anderseits geht es schnell und bequem.

Ich hasse dieses beschissene Amazon! Wenn ich was haben will, dann kaufe ich es mir direkt beim jeweiligen Händler und muss nicht tagelang warten, bis ich meine Lieferung erhalte! Ich brauchs nicht! 🤷🏻‍♂️

Und als Handwerker kannst du dich vor Kunden nicht retten!!

Hey Ihr jungen Leute geht nicht studieren lernt im Handwerk das hat Zukunft..!😊

Amazon ist fast immer teurer als andere Händler. Auch im Fall von Prime. Einfach die "Google Shopping" Suche und/oder ebay bemühen und ein paar Klicks mehr hat man günstiger eingekauft und nicht beim Amazon Verbrecherverein. Und vlt. noch einen kleines Startup unterstützt mit eigener Vertriebsstruktur (Webseite). Man darf auch gerne mal 4 Wochen warten auf ein Produkte. Aus China kommt es so oder so.

Ich bin ein preisbewusster Käufer. Aber ich will meine Sachen auch am liebsten direkt haben. Aber Amazon ist oft nicht der billigste.
Oftmals ist der stationäre Einzelhandel billiger. Und ich habe das Produkt direkt. Zu dem werden auf Amazon immer häufiger Produktfälschungen verkauft. Selbst erlebt bei Werkzeug.

Ich shoppe online, allerdings nur wenn ich es vor Ort nicht bekomme.

Da ist doch auch mal wieder viel Polemik dabei, von Leuten die nicht richtig lesen oder mitdenken können!

Ich (38) bin seit über 20 Jahren Kunde bei Amazon. Selbst auf meinem iPhone wird mir ganz regulär angezeigt, wer der Anbieter der jeweiligen Produkte ist. Vielleicht muss man ein bisschen weiter runterscrollen, um diese Daten zu finden oder die Info zu erhalten, wer dasselbe Produkt für einen möglicherweise besseren Preis anbietet. Aber diese Vorgehensweise ist generell sehr sinnvoll, weil via Amazon Warehouse Deals oftmals quasi neue Produkte deutlich günstiger angeboten werden.

Der Zusatz mit Lieferung vor oder nach Weihnachten ist ein sinnvoller Hinweis für Leute, die Weihnachtsgeschenke einkaufen wollen. Der Bottleneck hier ist nicht der jeweilige Amazon Händler, sondern ganz klar die vor Weihnachten chronisch überlasteten Versanddienstleister! Und wenn DHL dieser enormen Kapazitäten gegebenenfalls nicht mehr rechtzeitig verarbeiten kann, bin ich sogar dankbar für einen solchen Hinweis.

Wie schon Bernd Stromberg sagte: wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit!

Es muss niemand bei Amazon arbeiten, kaufen und auch nicht verkaufen. Niemand wird gezwungen. Und Amazon hat nun einmal einen sehr guten Service.
1:50 Oje……wie haben denn das nur unsere armen Eltern geschafft ? Arbeiten, Kinder großziehen und nebenbei auch noch einkaufen gehen. Solche Jammerlappen verstehe ich beim besten Willen nicht.
Mutter Antje sollte lesen, dann würde sie wissen, wo sie bestellt. Es steht unter jedem Artikel, wer der Anbieter ist. Nicht mal den Anstand für ihre Tochter die DVD als Geschenk zu verpacken….

Die Kaufhäuser sind selber schuld. …ich erinnere mich immer an den Zirkus mit Media Markt wenn mal was kaputt war…..da stehste 1h unten an Anmeldung, dann 1h oben in Abteilung und am Ende wartest du 4 Wochen bis das Ding repariert (oder auch nicht) zurück kam. Heute einen Klick. Wenns nicht gefällt, zurück zu DHL und gut ist….das ist das was mich zu Amazon zieht, die Händler bei Amazon tun mir zwar leid, aber ich lasse lieber die stehen als mich…..so ist das…..

Amazon ist vom Service einfach das Beste für mich als Kunden. Im Einzelhandel musste ich endlos diskutieren, bis mein kaputtes Handy zurückgenommen wurde. Bei Amazon wäre das innerhalb von 5 Minuten mit einer Entschuldigung seitens Amazon erledigt gewesen

Lokal kaufen ist noch am besten, aber die Auswahl und der Preis sowie Entfernung, Zeit, Kosten usw sind nicht zu unterschätzen..

Irgendwann wird alles online verkauft werden vielleicht… Aber das wär schlimm. :/ Schwierig..

33:37 krasser shit, ist das der new way oder was? kommt mir von woanders her bekannt vor diese art und weise des umgangs

Ich bestelle kaum auf Ammazon, aber trotzdem viel online… Viel chinesische Händler wie Aliexpress oder Banggood; wird wahrscheinlich aber auch nicht besser sein

Meine persönliche Meinung dazu ist zwiespältig.

1.) Ja. Die Menschheit wird immer fauler, aber nur weil es uns erlaubt wird durch solche Shops fauler zu werden.
2.) Wenn ich die Wahl habe zwischen einem Forsthelm (also ein Kopfaufprallschutz mit feinmaschigem Gesichtsschutz und Gehörschutz) im Baumarkt für 45 Euro zu kaufen oder einem gleichwertigen Helm für 25 Euro Versandkostenfrei im Internet zu bestellen. Für was würde ich mich entscheiden? – Kleiner Hinweis dazu: ich habe den Helm bei EBay gekauft. Nicht bei Amazon. würg kotz
3.) Bin ich ein Mensch der das extravagante sehr mag. Und egal wie oft ich mich in den kleinen oder größeren Läden in meiner Umgebung umgesehen habe, selten (eigentlich nie) habe ich gefunden was ich suche. Im Gegensatz zum Internet. Und mal ganz ehrlich: Wer bitte würde denn auf gut Glück in eine 50 km entfernte Stadt fahren, nur mit der Hoffnung oder eher dem Funken einer Hoffnung dort einen Laden zu finden der das anbietet was man sucht? – Ihr seid doch wahnsinnig.
(Den in 2. erwähnten Helm hätte ich in eben so einer Stadt gefunden. Aber das weiß man ja nicht vorher 😉 Hätte ich das eher gewußt, wäre ich auch selbst hingefahren um dem Verkäufer die Gebühren zu sparen. Der will ja auch nur leben.)

Ré­su­mé: Es ist weiterhin einfach nur Angebot und Nachfrage. Beides wird globalisiert. Und wenn ich Silikontitten in China bestellen muß, weil es hier in Deutschland keinen Anbieter dafür gibt, dann ist es halt so. Zugegeben ein extremes wie unnützes Beispiel. Nur um das mal zu versinnbildlichen.
Der Anbieter (egal ob über EBay, Online-Shop, Amafuck) bietet Waren oder Dienstleistungen an und versucht damit Kunden zu gewinnen. Das Beispiel Amafuck ist natürlich völlig grotesk und entzieht jedem Verkäufer seiner Würde. Eigentlich sollte diese Plattform verboten werden. Aber solange es Leute gibt die dort bestellen, wird diese Plattform bestehen bleiben. Dann lieber über Online-Shops oder EBay.

Aber auf längere Sicht werden die Handelsplattformen im Internet definitiv der Tod der kleinen Händler sein. Das ist Fakt. Ob diese selbst daran Schuld sind oder nicht, kommt auf den Betrachtungswinkel an. Viele werden sagen JA! Ich sag nein. So muß es nicht sein. Aber welcher Krämer kann sich schon in seine angemietete 50 m² Butze 100.000 Artikel stellen? Das soll mir mal jemand zeigen. Klingt verwirrend, ist es auch. Das Problem ist das Bedürfnis bestimmte Sachen zu konsumieren, die durch die umliegenden Händler nicht zum Bedarf wird. Hoppla. Zuviel Betriebswirtschaft.
Ich zieh hier mal nen Strich für viele abschätzige Kommentare 😛

Amazon macht sowieso alle platt. Alles andere ist Geldmacherei mit der Hoffnung hoffnungsloser Einzelhändler. Der arme Hänlder der nichtmal weiss was drag and drop ist. Egal welche popelige Homepage dort zusammengestrickt wird, kaum einer wird notiz davon nehmen.Hört auf den Leuten falsche Hoffnungen zu machen Leute.

Die Familie in den ersten zwei Minuten, zeigen deutlich ein verhalten von Betreutes Denken! Was für eine kranke Gesellschaft!

ICH LIEBE AMAZON, für mich ist es die absolute Perfektion! Viele kleine Läden haben den Knall nicht gehört und jammern jetzt rum….ein einfaches Beispiel, ich verschenke seit jahren nur noch Amazon gutscheine! früher habe ich immer geschenkgutscheine von den kleinen läden in der stadt verschenkt, die gingen dann immer nur in diesem einen kleinen Laden, die habens nicht hinbekommen nen gutschein zu entwickeln, der in allen läden der stadt geht und an diesem Beispiel sieht man einfach, das die kleinen Läden sich selber abschaffen. Machens so wie vor 20jahren und wundern sich, dat nix läuft…Öffnungszeiten is auch son Ding! Wenn die läden die nur bis 18 uhr aufhaben pleite gehen merke ich es eh nicht, da ich so wie viele andere einfach den ganzen tag über selber arbeite!

Hallo – eine Info in eigener Sache wegen der Werbung: wir haben unseren Kanal unter dem "Dach" der ARD bei YouTube angemeldet, und damit erscheint keine Werbung. Nachdem auch wir festgestellt haben, dass YouTube in der Doku wieder Werbung voranschaltet, haben wir das Problem dort gemeldet. Wir haben uns wegen der großen Resonanz entschlossen, die Doku über Amazon trotzdem stehen zu lassen und nicht zu entfernen. Wir hoffen, das ist nachvollziehbar für Euch und OK. Euer SWR Doku-Team

ganz schlimm, aber wohl unumkehrbar…..unsere ganze Welt und Gesellschaft verändert sich…durch die Computer ändert sich das Denken der Menschen…alles schnell, oberflächlich, dümmer, effizienter

Ich finde Amazon super und kaufe fast alles dort, schnelle Lieferung, schnelle Erstattung bei Rückgabe und wenn ein Händler mal Ärger macht wurde uns sofort geholfen zudem zu 99% immer der beste Preis. Warum sollte ich dann in den Einzelhandel wo es nie das gibt was ich möchte, Parkplatz suchen muss, mehr Geld zahle usw. Für mich bis auf Lebensmittel ausschließlich Online-Shopping.

Ja ja, als Einzelhändler Versagen, aber die Schuld sei nur bei Amazon… also da stimmt doch was nicht. Klar kann immer mal was schief gehen. Doch irgendwie kann ich nicht glauben das alles so ist wie hier dargestellt. Ja auch ich kaufe auf Amazon, aber nicht ausschließlich. Manchmal nutzte ich Amazon nur als Recherche und kaufe dann Lokal im Laden. Aber auch passiert es oft, dass ich die Produkte Lokal nicht finden kann. Dann Kauf ich online.
Wenn ein Händler sich dazu entschließt, auf dem marketplace zu verkaufen muss halt damit rechnen, diese Spielregeln mitzumachen. Ich kaufe eigentlich generell nicht beim marketplace.

Wer heute noch bei Amazon kauft ist ein dummer Volksverräter und unterstützt nur dieses Schwein Jeff Bezos der ganz Europa abzockt !?!
Ich kaufe schon seit mehr als 2 Jahren nicht mehr bei diesem volksschädigendem Unternehmen dessen Besitzer kein Gewissen hat !
Das sollten eigentlich alle machen und bei deutschen Unternehmen oder zumindest steuerzahlenden Händlern kaufen .

bin vor ein paar Tagen bei 3 Elektronikmärkten gewesen weil ich etwas sehr gängiges kaufen wollte Kameraobjektiv. Das CO2 hätte ich der Umwelt ersparen können, denn überall sagte man mir, der Artikel sei nie vorrätig aber innerhalb von wenigen Tagen könne man es mir bestellen. Schön dass ich das auch selbst kann

Teilweise machen Zwischenhändler auch wenig Sinn… und Händler werden auch nicht gezwungen auf Amazon zu verkaufen. Und sorry… Wolle Fachhandel 😂🙄

20:20 „wenn Freitag der Kunde bestellt dann müssen sie Sonntag verschicken“ …. aber auch nur für Prime Anbieter. Oh je … guter Kundenservice … wo kommen wir da hin in Deutschland

33:00 wie soll der Typ mit hohem Profit Gillette Rasierklingen verkaufen ? Die sind entweder „vom LKW“ gefallen oder Plagiate.

[https://www.youtube.com/watch?v=apw_G5VfFVs] Hey sry wenn ich das mal so doof schreibe, aber dieses Video zeigt so vieles, was unser Klima betrifft, wenn bloß die FFF Leutz so was mal sehen würden. LG Markus.

Jaja… war Heute Mittag in der Stadt. 3 Geschenke besorgen. Hätte mich 54€ gekostet. Parallel bei Amazon inkl. Versand 37,80€ … bei 5€ Unterschied sag ich nix, aber bei 16€ zeig ich den Mittelfinger. Oft muss man außerhalb im Einzelhandel Kompromisse eingehen, weil es diverse Produkte gar nicht gibt, sonder nur online. Vergleichbare Produkte sind teurer und von der Qualität meist schlechter bzw. nicht besser.

24:10 Wie kann eine Mutter schweigend daneben stehen, wenn der Sohn so die Schere benutzt? Und warum säbelt die Tochter die Verpackung auf, die ohne Schere oder Messer zu öffnen ist?

Ich suche gerade eine neue Hülle für das Samsung Galaxy Note 8 – Ich war gestern in 6 Läden in dern Innenstadt. Die Antwort immer die selbe "zu alt, haben wir nicht mehr, können wir bestellen.". Bestellen kann ich selbst. Was tue ich? Ich schaue im Netz. Aber was mache ich, wenn mir die Qualität nicht gefällt? Genau, ich kann es zurücksenden. Und wo geht das auf jeden Fall ohne Probleme? Genau, bei Amazon. Jeder andere Händler würde auf Übernahme von Versandkosten bestehen. Schießt ein Händler quer, haut Amazon mit der Axt drauf. Ich bekomme als Kunde den gewünschten Service. Welche echte Alternative gibt es? Schon mal Kabel im Elektrofachmarkt gekauft? Die sind auch alle vergoldet, und zwar offenbar nicht nur die Kontakte. Spiele? Teurer. Spielzeug? Teurer. Der lokale Handel ist einfach zu teuer und hat gewünschte Ware nicht da (was ich noch viel schlimmer finde). Mir würde ein System abseits von Amazon sehr gefallen. Die Zentralität des Einkaufens bei Amazon ist mittlerweile aber genauso Alltag wie die Internetsuche bei Google. Der lokale Handel hat nur bei Warenverfügbarkeit einen Vorteil. Bei ganz kleinen Inhaber geführten Läden schätze ich noch die Fachkompetenz. Das ist aber bei größeren Handelsketten auch nicht vorhanden. Da erfahre ich im Netz einfach mehr über ein Produkt.

Leute machen einen Vertrag wo drinn steht "ey ich kann dich grundlos rausschmeißen" und heulen im Anschluss rum das se rausgeschmissen wurden. Versteht hier einer den Bericht ? Man Vertrag ist Vertrag.

Wundert mich nicht, dass diese Doku erst 2018 gedreht wurde. "Das Internet ist die Zukunft." Ach ja, aber bereits seit 20 Jahren. Nicht erst seit gestern. ALLES wird von den großen Unternehmen aufgenommen, kleinen Einzelhandel gibt es in 15 Jahren gar nicht mehr.

ich denke mal die parkplatzsuche und das gelaufe tun sich immer weniger leute an. und die auswahl ist im netz einfach größer.

Teller kam kaputt an. Bei Amazon reklamiert und noch bevor ich den kaputten Teller zur Post gebracht habe,
wurde ein neuer versendet, ohne das der kaputte Teller wiederum erstmal in Augenschein genommen wurde.
Versucht das mal im stationären Handel. Nein, danke. 3:01min erst denken, dann reden, es ist sehr wohl
ersichtlich, wenn ein Produkt nicht direkt von Amazon, sondern von einem Marketplace Verkäufer kommt.

Amazon ist für mich eine Art Suchmaschine von Händler. Mit den hinterlegten Kontakt Daten in Amazon wende ich mich direkt an den Händler und kaufe dann direkt dort ein. Das funktioniert sehr gut.

Man kann immer sehen ob ein Produkt von Amazon ist, wenn man es kauft dort steht es auch und auf der Verpackung ist ein Strichcode drauf wo man dran erkennen kann ob es von Amazon ist, unter denn Strichcode steht ein Text endet er auf X ist es ein fremd Produkt was nur über Amazon angeboten wird

Zum Einkaufen in die Innenstadt? Das war mal. Nachdem man politisch durchgesetzt hat, dass die Innenstädte für Autofahrer unattraktiv geworden sind und der öffentliche Nahverkehr teuer und überfüllt ist, kaufe ich lieber online oder außerhalb. Da können sich die Einzelhändler bei den Politikern vor Ort bedanken

Ich versuche immer auf den Händler eigenen Seiten zu kaufen, verstehe dann aber nicht warum die dort meistens teurer sind und eben nicht den gleiche Support wie Amazon bieten…

Gründe um auf Amazon zu bestellen:

Oft günstiger

Man muss sich nicht bewegen, und kann einfach von zuhause bestellen

Größere Auswahl

Schnell Lieferung

Gründe für kleine Läden:

.

Service im Ladengeschäft: "Ne, sowas haben wir nicht, sowas gibt es nicht, das lohnt nicht/ ist zu teuer nur für einen Kunden zu bestellen, das können sie hier nicht mit Karte zahlen…". Parkplatzmangel in Städten, weltfremde Öffnungszeiten.
Service auf z.B. auf Amazon: Artikel verfügbar, Lieferung in 24 Stunden. Zahlung PayPal – Fertig. Lieferung durch Paketsklave oder Abwurf aus Flugzeug.
Was interessiert mich als Kunde die "Händlerfreundlichkeit" ? Jeder Händler kann seinen Eigenen Web Shop aufmachen und seine Ware mit Versand anbieten! Wer das nicht macht muss entweder die Bedingungen aus den USA hinnehmen oder zum Wochenmarkt seinen Stand aufbauen.

Ich muss sagen dass ich in der Innenstadt ganz selten Sachen finde, mir ist es zu voll, zu eng. ich schaue meist bei Amazon und gehe denn aber nochmal normal bei Google schauen ob ed dass nicht noch irgend wo anders gibt. Es ist für mich Angenehmer.

Grund: Lohnnebenkosten und Abgaben. Die Initialkostenaufwand für Abgaben und Zusatzposten (Buchhaltung etc) sind für einen Einzelunternehmer ein erschreckend hoher Anteil – diese Kosten steigen kaum mit der Größe des Unternehmens man könnte viele als Fixkosten ansehen. Je mehr Umsatz generiert wird, desto geringer ist der Anteil an Fix/Nebenkosten. Insofern: Das aktuelle Steuer- und Abgabensystem provoziert geradezu eine Verlagerung auf Konzerne. Ist so. Beschwert euch bei der Regierung.

User Convenience und Kundenfokussierung sind hier die key words. Mit einem Swipe bestellt, mit einem Klick zurückerstattet oder eben mal schnell Retoure ohne ein Label auszudrucken. Klar sind die Einzel- und Kleinhändler wohl auf der eigenen Website / Shop billiger, allerdings muss ich mich da anmelden, mich durchklicken, ggfs. Konto eröffnen etc. und habe dort vor allem (noch!) nicht die Sicherheit, dass alles schnell, reibungslos und unkompliziert über die Bühne läuft wie bei Amazon. Aus diesen Gründen bevorzuge ich Amazon, auch wenn es mehr kostet…
Die Kleinhändler müssen sich ja nicht bei Amazon anmelden. Von den Vorteilen über Amazon zu verkaufen, wie z.B. dass hierdurch Umsätze gesteigert werden können oder die Marke aufgebaut werden kann, wird hier aus m.E. nichts erwähnt….

Ich bin Paketzusteller bei Amazon Logistik und es ist ein scheiss Job. Die Bezahlung liegt bei 9€ die Stunde davon kann man nicht überleben. Amazon verdient soviel Geld und die Mitarbeiter werden scheisse bezahlt sogar die im Lager arbeiten. Die Arbeitszeiten sind 9-21 Uhr und davon wird man nur 8 Stunden bezahlt. Überstunden werden nicht vergütet. Es ist ein scheiss Job aber wenn man Geld braucht macht man alles..

Genau, kauft bei Amazon und lasst die armen Hunde dort für'n Appel und'n Ei malochen……und es vor allem für noch weniger zustellen…..! Kauft lokal, Leute……

Ich habe bisher nie etwas im Internet bestellt. Alles was ich brauche, finde ich in der nächsten Stadt. Support your local dealer! Ich verstehe überhaupt nicht, warum Leute bei Amazon bestellen.

Jeder ist sich sein eigener Schmied! Wer Produkte aus dem freien Handel auf Amazon verkauft muss zwangsläufig damit rechnen dass Amazon selbst drauf anspringt. Ich habe 8 Jahre als Produktmanager eines damals großen Onlineshops gearbeitet und wir haben den Marketplace benutzt im EOL Ware zu verkaufen, weil wir genau wussten das Amazon selbst da nicht mehr ran kommt.
Der Marketplace ist ein digitaler Produktscout, wobei Amazon laut Gerüchten selbst hunderte Produktscouts hat die Offline Händler wie Müller, Galeria Kaufhof etc. tracken.
Daher ist der Schnapshändler dort sicherlich gut aufgehoben.
Die Shopware AG Plattform ist bestimmt gut, aber wieviel Marketingkosten will man investieren um in der Onlinewelt Aufmerksamkeit zu erregen? Das sind tausende von Euros Invest um den eigenen Shop nach vorne zu bekommen. Hybridhandel aus Amazon, eigener Shop und Offline ist denke ich ein guter Mix.

system einzelhandel: ich fahre hin 6€ parkgebühr. ich schleiche durch die gänge und komme nicht direkt zur ware die mich interessiert. dann finde ich die ware, aber es ist nur eines da, schon ausgepackt. das will ich nicht, ich will neu. also warte ich 30min auf einen verkäufer. der sagt mir pech gehabt, gucken sie doch auf unsere seite.

3 stunden später, nachdem ich dann doch noch an der kasse anstand weil ich was kaufte was ich eigentlich nicht brauche, denn die werbung ballerte mich zu, gehe ich zum auto, muss nachzahlen, fahre nach hause, bin im stau, zuhause dann kein parkplatz.

nächster tag. ich rufe an ob das ding denn vorrätig ist. ja sagen se, können wir bestellen, dauert zwei wochen. ok ich warte. nach zwei wochen fahre ich hin, denn die haben ja eines bestellt. dann will ich es holen, und dann? oh sorry, das hat eben jemand anderes gekauft.

ich fahre wieder nach hause.

wenn der einzelhandel den stinknormalen service, der überall auf der welt üblich ist, auch mal hier anbieten würde, wäre nicht von servicewüste deutschland die rede. und jemand, der eigentlich ganz normalen service anbietet, wäre nicht so erfolgreich.

20:06 falsch,ich arbeite in einer firma die durch amazon verkauft. Wir bearbeiten alle bestellungen von freitag und samstag am montag. Am WE arbeiten wir natürlich nicht.

Ich bin Amazon PRIME-Kunde, habe aber dieser Tage einen regionalen Bau-/Hobbymarkt aufgesucht: Ich war auf der Suche nach einer LED-Grableuchte, und begebe mich zur Info im Eingangsbereich. Dort zwei Mitarbeiterinnen eher semi-dienstlich miteinander am Quatschen. Ich unterbreche das Gespräch freundlich aber bestimmt, trage meine Frage vor und werde etwas widerwillig an die Elektroabteilung verwiesen. In der Elektroabteilung wurde ich an die Gartenabteilung verwiesen. Dort musste ich auch nochmal einen Mitarbeiter fragen, wo ich fündig werden kann. Mit meiner "Beute" ging es dann zum Kassenbereich, wo ich glücklicher- oder gnädigerweise noch an der Kasse mit der kleinsten Schlagen drangekomen bin, weil die Kassiererin eignetlich gerade Schichtwechsel hatte. Fazit: Beim nächsten Mal wieder Amazon!

Versuche amazon zu meiden ,und wenn ich jetzt sehe wie die mit den handlern umgehen und auch kaum steuern zahlen amerikaner halt

Habe da noch nie was gekauft und werde nie was bestellen oder kaufen da. Warum soll man die Reichen dadurch noch reicher machen. Viele kennen die Preise gar nicht und denken wow ist das günstig bei ama….. zahlen aber da bis zu 40% mehr,… tja…

shoppen nicht vergessen, shoppen shoppen shoppen … immer wieder shoppen, ich shoppe also bin ich- und am freitag bei fff marschiere ich

Naja warum sind Ladengeschäfte unattraktiv?
Öffnungszeiten, kaum oder schlechte Parkplätze + Parkkosten, sehr durchwachsender Service, eigene Arbeitszeit, reduziertes Sortiment, … und so weiter. Wenn ich von 7:30 – 18:00 Uhr beruflich unterwegs bin und das von Montag – Freitag, dann möchte ich abends auch erstmal etwas essen.
Und wenn ich dann schaue das bei uns in der Region die Läden in der Stadt bis 18:00 Uhr offen haben, kann ich nur am Sa einkaufen. Da ist aber meistens etwas anderes geplant.

Oder wenn ich ein Kleinteil brauche dann ist die Online-Bestellung in Minuten erledigt. Der vergleich wenn ich erstmal in die Stadt muss dann habe ich Fahrzeit hin und zurück (ca. 60min) dann die Suche nach einem Parkplatz (ca. 15min) dann Fußweg hin und zurück (ca. 30min) und dann "wenn auf Lager" Kaufabwicklung (ca. 10min) daraus Folgt 1h 55min im vergleich zu 5min online Shopping… fast 2h und wenn alles gut läuft das teil sofort gegen über 5min und warten bis ich das Teil in meinem Paketbriefkasten habe … da stinkt leider das lokale Geschäft ab.

Die Gesellschaft hat sich auch dahingehend verändert, das nicht wie in den goldenen Zeiten der Innenstädte, der Mann tagsüber arbeiten war und die Frau als Hausfrau einen anderen Tagesablauf hatte… heute arbeiten alle…

Ich finde das Verhalten großer Onlineplattformen auch nicht in Ordnung. Leider sterben die Städte immer mehr aus… dafür habe ich keine Idee wie man dagegen sinnvoll vorgehen kann.

Ernsthaft? In einer "Näherei" sich fragen wer den Knopf denn noch annähen könnte? … Ich bin gerade vom Sofa gefallen … *Mensch SCHAU MAL NACH OBEN!

Klar, in Deutschland haben wir ein Kartellamt. Hört sich gut an, ABER in der Praxis hat der Beklagte nichts zu fürchten, denn: a) der "kleine" Händler der die Plattfomr nutzt, hat keine Zeit, keinen Anwalt, keine ausdauernde Motivation, mit den Auflagen des Kartelamts klar zu kommen. Jeder der es versucht über die Plattform des Kartellamts mal gegen die Machenschaften vorzugehen, wird die Erfahrung machen, dass die Hürden einfach zu hoch sind. Meiner Meinung nach macht es sich der Gesetzgeber recht einfach. Meiner Meinung nach muss es reichen, wenn auf Missbrauch aufmerksam gemacht wird un der Staat aktiv wird und nicht sich hinter bürokratischen Hürden "versteckt". Umgekehrt arbeitet das Finanzamt. Ein anonymer Hinweis reicht und man kann seinen Nachbarn richtig Stress machen, wohl gemerkt, ohne Belege, nur duch Äußerung eines Verdachts…. das zeigt die Wertigkeit unseres Systems. (hab ich selber schon erlebt). AMAZON kann sich ausruhen und wenn es doch mal einer wagt und den Weg geht, dann arbeiten die Anwälte…. der "kleine" gibt irgendwann auf. AMAZON hat NUR einen Grund was zu ändern, wenn ein Image Verlust zu befürchten ist. Das ist der Hebel der funktioniert.

Da klammern sich Leute verzweifelt an System anderer Zeiten. Irgendwann sind die Innenstädte ohne Läden (außer Nahrungsmittel vermutlich). Das ist weder schlimm noch gut. Stadtbilder werden sich halt wandeln. Tatsache ist halt auch das der Ladenverkauf Kosten aufwendiger ist, kann damit also gegen das Internet nicht bestehen.

Also ich kann entweder für 7€ Zugticket pro Person (eine Richtung) in die Stadt fahren um dann dort nicht dass zu bekommen was ich suche oder mit dem Auto für ca. das gleiche Geld (mit mehreren Leuten allerdings). Dann kommt noch ~8€ Parkgebühr hinzu. Aber auch wenn ich mit dem Auto hin fahre gibt es meistens nicht dass was ich eigentlich möchte. Aber mindestens 3 Stunden hat das insgesamt gedauert.

Oder aber ich verschwende nur 3 Minuten Lebenszeit, bestelle es direkt bei Amazon und am nächsten Tag kann ich es an meiner Packstation abholen.. Mh… Tut mir leid liebe Einzelhändler aber die Zeiten haben sich einfach gewandelt. Zugführer schauffeln ja auch keine Kohle mehr in den Kessel und Taxifahrer müssen keine Pferde füttern und deren Mist weg machen.

Bzgl. Weinhandel gibt es in Günzburg doch auch den Online Marktplatz: https://wir-in-guenzburg.de/ Gibt es die Shopware auch als WordPress Plugin?

BEI AMAZON IST IMMER KLAR ANGEGEBEN "WER" VERKAUFT
– Verkauf und Versand durch amazon (amazon verkauft, amazon verschickt)
– Verkauf von XY und Versand durch amazon (Händen verkauft, amazon verschickt)
– Verkauf von XY und Versand durch XY (Händen verkauft, Händler verschickt)

… einfach mal die Augen aufmachen !

da waren viele interessante Infos drin ABER Mitleid habe ich keines! Wenn wir eine neoliberale Marktwirtschaft wollen dürfen wir auch nicht jammern oder wir müssen uns einfach angewöhnen das Kreuz woanders zu machen. anders werden wir nicht zu einer sozialverträglichen Marktwirtschaft kommen.

Bei mir entsteht der Eindruck das morgen jemand bei mir klingen könnte und mich zwingen wird einen Online Shop via Amazon auf zu machen?

Von meinem Konto wurden unter dem Namen "Amazon Prime" Abbuchungen vorgenommen, obwohl ich nachweislich schon lange kein Amazon Prime Abo mehr habe… Im Internet fand ich heraus, dass dahinter wahrscheinlich eine Verbrecherbande steckt, die sich über Amazon Zugriff auf die Kundendaten verschaffen. Nachdem ich dann die unter meinem Amazon-Account hinterlegte Kreditkarte (die sich dort nicht löschen ließ…!) sperren ließ, bekam ich auch eine Mail über Amazon, dass es Probleme mit der Abbuchung von meiner Kreditkarte gäbe… Für mich bedeutet das nur, dass Amazon nicht in der Lage ist, die Daten seiner Kunden richtig zu schützen. Deshalb vertraue ich Amazon nicht mehr… (Ich gehe jetzt lieber wieder in den Laden) .

Ich habe diesen Fall übrigens auch Amazon geschildert…scheint die aber nicht zu interessieren 🤔

Der Grund warum ich bei Amazon oder allgemein online kaufe.:: Mich kotzt das an bei parken abgezogt werde 20 Minuten 60 Cent, Dann wenn ich einkaufen gehe das ich von Verkäufer ignoriert werde bzw. nicht beachtet werde . Also bei parken und einkaufen ZEITVERLUST ,, GELDVERLUST , SCHLECHTE LAUNE,, warum soll ich mir das immer antuen.Fertig .

Ganz ehrlich, diese Generation Amazon kotzt mich an. Heute bestellt, gestern geliefert und es darf ja nix kosten. Wartet mal ab, in ein paar Jahren wird es nur noch solche Global Kraken geben und dann werden Preise und Konditionen diktiert. Ich habe nichts gegen den Online Handel generell, aber was Amazon und Konsorten da treiben, macht über kurz oder lang die Vielfalt im Handel kaputt

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